Archiv für Februar 2009

Indoor-Spielplätze

Montag, 23. Februar 2009

Was tun bei Dauerregen? Alle Museen im Umland die man mit Vierjährigen besuchen kann haben wir durch, also auf ins Abenteuer Indoor-Spielplatz. Also… letztendlich war es schön für die Kinder. Anfangs hat sich unser nicht-gerade-leiser Sohnemann doch tatsächlich ob des Lärms die Ohren zugehalten. Nachdem das Terrain erkundet war, ging es los: Trampolin, Hüpfburgen, Softball-Kanonen, Klettergerüste, Bällebad und Rutschen. Anstrengend waren allerdings die (zusätzlich zum nicht gerade günstigen Eintrittspreis) zu bezahlenden Fahrgeschäfte und Süßigkeitenautomaten. Und das Essensangebot war wirklich nix für verantwortungsvolle Versorger: Süßigkeiten en masse, immer schön in Sicht der Kinder und Pommes&Co satt. Warum kann man da nicht auch Obst, gesunde Sandwiches  und Salate anbieten? Für die Erwachsenen war es außerdem zu laut und wuselig und nicht wirklich gemütlich. Dafür waren die Kinder – müdegetobt – früh im Bett. Ach ja, besucht haben wir das Bremer Abenteuerland.

Elefantastisch!

Donnerstag, 19. Februar 2009

„Die Welt ist elefantastisch, sie ist wunderschön…“ Unsere derzeitige Lieblingssendung – leider in den frühen Morgenstunden des TV-Programms versteckt. Seit Weihnachten allerdings schafft der Festplattenrecorder Abhilfe. So kann mein Vierjähriger nach dem Kindergarten mit dem kleinen Blauen runterkommen und ich hab auch noch ein gutes Gefühl dabei. „Die Sendung mit dem Elefanten“ ist gemeint. Ich finde sie ideal für Dreijährige aufwärts. Und die Elefanten-Sendung läuft jeden Tag (außer am Wochenende) eine halbe Stunde und ist mit ihrem Mix aus Moderatoren, Cartoons (das blaue Rüsseltierchen hat einen niedlichen rosa Hasen an seiner Seite), Bastelideen, Zaubertricks, kleinen Filmchen (z.B. Nulli&Priesemut), Bilderrätseln und Liedern sehr nett gemacht. Anke Lepanke (Anke Engelke) ist regelmäßig und immer interaktiv dabei: sie singt zum Beispiel BiBaButzemann „auf“ Tango, Walzer und Rock`n´Roll und macht anderen Quatsch. Letztens kam sogar eine wirklich gute Spinnenfolge, an der der junge Herr Spaß hatte – im Gegensatz zu seiner Mutter… Im Übrigen sitze ich immer dabei, denn es gibt ja so viel zu fragen, zu kommentieren und zu teilen.
Tipp: „Flimmo“ – der medienpädagogische Ratgeber, der aktuelle Fernsehsendungen nach Kindertauglichkeit einordnet und sie nach Alter geeignet sortiert – liegt in Bibliotheken, Apotheken und Behörden aus.

Phänomenta Bremerhaven

Montag, 16. Februar 2009

Man muss sich zwar erst mal orientieren wenn man hereinkommt, aber dann erschliesst sich einem die Phänomenta schnell. Viel viel  kleiner und selbstgestrickter als das Universum in Bremen ist sie ideal für Kindergartenkinder. Man kann hier Brückenbauen (eine “echte” zum Darüberlaufen und eine aus schmalen langen Bausteinen), ein Radio mit dem Fahhrad zum Erklingen bringen, optische Täschungen und Spiegel ausprobieren, sich in eine überdimensionale Lochkamera setzen,  den Drehstuhl mit einem Handrad in Gang setzen, Pendel pendeln lassen, ausprobieren welche der verschiedenen Rollstrecken die schnellste ist, sehr viele Puzzle und Würfelspiele spielen, Musik machen und hören… – und die obligatorische Wassersäule zum Kurbeln gibt es natürlich auch. Zwei weitere Attraktionen wurden uns von einem Mitarbeiter angeboten: eine Reise zum Mittelpunkt der Wärme und ein Besuch im Chemielabor (die zweite für 2,50 Euro pro Kind zusätzlich). Also ging es erst einmal in einer rasanten Fahrt mit einem sich rüttelnden und schüttelnden Fahrstuhl inklusive “Sprengungsgeräuschen” in 5000 Meter Tiefe ins Innere der Erde.  Im Dedesdorfer Salzstock unter der Weser wurde die Geothermienutzung erklärt (sehr charmant mit einer batterieschwachen Taschenlampe). Unser Sohn war allerdings etwas irritiert, als wir aus dem Salzstock durch eine Tür tretend – ohne Rückfahrt mit dem Aufzug – plötzlich wieder “oben” waren. Im Chemielabor durften die Kinder dann Centstücke versilbern und  vergolden: mit Laborkittel und Schutzbrille, Salzsäurelösung und Bunsenbrenner.
Und danach ein Fischbrötchen im Schaufenster Fischereihafen.

Botanika & Rhododendronpark Bremen

Samstag, 14. Februar 2009

Wieder einmal gab es mehr als ich erwartet hatte. Acht Euro pro Erwachsenem, dafür drei selbstausgesuchte Teebeutel und unser 4jähriger hat freien Eintritt. Wir starten im Entdeckerzentrum: es gibt die verschiedenen Verwesungsstadien eines Hasen zu sehen, man kann eine Wolfsspinne und Käfer unter einer Lupe studieren, mit einem Fahrrad Wind erzeugen, den Lauf der Sonne simulieren und wenn man die Photosynthese an der interaktiven Schautafel richtig erklärt, bekommt man zur Belohnung … na? Traubenzucker. Spiralförmig gelangt man in die nächste Etage. Zentrum ist hier das Liegekino, an dessen Decke ein leicht meditativer Film mit Namen “Hummelflug” läuft. Aber auch hier gibt es viele Mitmachstationen: die Grundfarben können gemischt werden, man kann durch eine Facettenaugen-Brille schauen und so erfahren, wie Fliegen sehen. In Sand kann man verschiedene Fußabdrücke herstellen.  Aquarien und große weiche Bausteine als Spielecke sind die letzte Station bevor man in die Welt fliegt.  Eine nachgebaute Flugzeugkabine simuliert die Reise in asiatische Erdteile. Himalaya-Landschaften, Buddhastatuen, Gebetsmühlen mit denen man Mantras zum Himmel schicken kann, ein chinesicher Teepavillon in dem wir unsere Teebeutel aufbrühen können und eine kleine Pause machen, ein Wasserfall, Brücken, Berge, eine Aussichtsplattform und viele schöne Pflanzen. Dann machen wir einen Abstecher in die Sonderausstellung mit tropischen Schmetterlingen, die teilweise recht groß, immer wunderschön und recht “zahm” sind – sie setzen sich auf Köpfe und Kapuzen. Man kann auch Schmetterlingspuppen sehen und an Essstationen schauen, wie die Rüssel arbeiten. Wieder zurück in der Botanika landen wir schliesslich im japanischen Garten: Hauptattraktion sind hier die Kois, die man unter Anleitung  füttern darf. Kois haben keine Zähne, kommen mit dem Kopf richtig aus dem Wasser heraus und schlürfsaugen das Futter aus der Hand. Ein prima Ausflug, besonders an einem nass-kalten Wintertag. Wir sind auch schon gespannt auf den um die Botanika herumliegenden Rhododendronpark, der schon jetzt in der Winterstarre wunderschön aussieht. Im Sommer gibt es dort wohl Schildkröten und der eine von den zwei Spielplätzen hat uns auch sehr gut gefallen.

Schlechte Laune?

Donnerstag, 12. Februar 2009

Nicht mit mir:  cuteoverload.com!

Even Cowgirls get the Blues

Mittwoch, 11. Februar 2009

Es war zwar schon 1993 dass ich den Film gesehen habe, aber es ist bisher der einzige aus dem ich vor Ende rausgegegangen bin. Damals war ich 23 Jahre alt.  Ich fand den Film hirnlos und öde. Uma Thurman als Tramperin mit großem Daumen. Kritik dazu (epdfilm 10/94). Lohnt sich also wohl nicht ihn noch mal zu schauen mit 16 Jahren mehr Lebenserfahrung?

Inside Man

Sonntag, 08. Februar 2009

Erst gedacht: Spike Lee macht jetzt Action-Filme/Blockbuster? Dann begeistert. Wirklich intelligent, komplex und spannend. Teilweise fast dokumetarisch wirkend, wenn der Zuschauer beobachtet, wie sich die Polizei um den Tatort aufstellt. Und natürlich ist es Spike Lee. Wie der gläubige Sikh als Geisel mit Turban als “fucking arab” befreit wird, die rassistischen Äußerungen des Straßenpolizisten, die Nazivergangenheit des Bankchefs… Denzel Washington und Clive Owen als Gegenspieler. Jodie Foster als eiskalte ja was? Und Willem Dafoe in einer eher kleinen Rolle. Fazit: Wirklich großer Banküberfall. Mainstream und Kritik müssen sich nicht ausschließen. 1.

Stilles Chaos

Sonntag, 08. Februar 2009

Nanni Moretti mal wieder. War auf keinen Fall langweilig. Aber ein Film über einen trauernden Witwer war das für mich nicht. Obwohl: schon interessant wie man um einen Partner trauert den man wohl nicht geliebt hat (was anklang).  Und hab ich das richtig verstanden: durch harten Sex kann man seine Trauer überwinden?  Naja. Jedenfalls war die Parkbank-Piazza wirklich schön inklusive netter Schule. Und wer weiß wie drei Stunden Benjamin Button gewesen wären. 3+.

Fernsehziege

Freitag, 06. Februar 2009

Junger Herr nach dem Kindergarten: “Ich hab heute mit L. ein Bild gemalt.” Holde Mama: “Was war denn drauf?” “Wir haben einen Fernseher gemalt und daruntergeschrieben, was wir alles sehen wollen.” Ob Fernsehsucht übertragbar ist?

Gute Worte I

Freitag, 06. Februar 2009

Das was Sie tun halte ich für falsch.Dr.-Gewissensfrage-Erlingers Rat vom 6.12.09 bei Vordränglern in Schlangen. Ich finde das kann man genau so ziemlich vielen Leute sagen und die müssen sich dafür nicht einmal vordrängeln: dem Papst zum Beispiel, oder auch Mehdorn.  Der Satz ist souverän, nicht moralisch, freundlich gesprochen auch sozial und nichts als die eigene Meinung.