Archiv für März 2009

Was wäre wenn…

Montag, 30. März 2009

Bobbele Türsteher geworden wäre und Klinsi Konditor. Diese Bildergalerie ist zwar vor langer Zeit in der print-Ausgabe des SZ-Magazin erschienen, aber hier noch mal zu bewundern.

Genau das denke ich immer später zu denken.

Montag, 30. März 2009

“Ich glaube, jetzt bin ich wirklich erwachsen geworden, und bald bin ich tot.“  Senta Berger im SZ-Magazin.

Alexander Calvelli

Sonntag, 22. März 2009

‘Häfen, Werften, Schiffe’ heißt die Ausstellung des Kölner Industriemalers in Norddeutschland. Noch bis zum 14. April kann man die Werke von Alexander Calvelli im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven bewundern. Sehr zu empfehlen!

Happy-Go-Lucky

Donnerstag, 05. März 2009

Mike Leigh. Immer anstrengend und kurz bevor ich aussteigen will, packt er mich dann doch. Karriere-Girls zum Beispiel- eine Qual.  Wo findet man nur diese Schauspielerinnen? Die Story von Happy-Go-Lucky dümpelt erst mal so vor sich hin.  Dann erscheint Scott-’Enraha’, der Fahrlehrer. Man kann ihn kaum ertragen mit seinen rassistischen und satanistischen Anteilen. Klarer Fall von Beruf verfehlt. Und die Mischung cholerischer Fahrlehrer und immerzu kichernde Poppy lässt einen auf die Explosion des Pulverfasses warten. Ist ja dann auch so.  Und das ist das auch die einzige Situation in der Poppy mal nicht lacht.
Gut getroffen auch die Beschreibung der Lebenssituation der kleinsten der drei Schwestern – hochschwanger hat sie ihren Gatten fest im Griff, der wie ein kleiner Junge nach der Playstation giert, sich aber geknickt den Hormonen beugt.
Als die Grundschullehrerin Poppy sich einer ihrer Schüler annimmt, der seine Mitschüler schlägt, wurde mir warm ums Herz: keine Strafmaßnahmen folgen, sondern einfühlsam und kompetent wird dem Jungen gezeigt, dass er angenommen ist und gemeinsam gehen sie der Ursache seiner Wut auf den Grund.
“Bist du hugrig?” “Nur appetitlich.”
“Du kannst nicht die ganze Welt glücklich machen.” “Aber ich kann es versuchen.”
Wirklich, den Optimismus von Poppy hätte ich auch gern. 2+.

Heaven

Sonntag, 01. März 2009

Nun endlich mal diesen Tom Tykwer gesehen. Schön so ein Festplattenrecorder – so hat man schnell seine eigene immer verfügbare Videothek; es kommen ja DOCH viele gute Sachen im TV! Leider halt zu unterträglichen Uhrzeiten…
Manchmal grüßt im Film Tykwers tolle formale Bildersprache – zum Beispiel wenn der Zuschauer dem Attentat folgt. Die Toskana ist wunderschön. Und ohne diese schönen Bilder und die italienische Sprache wäre der Film für mich noch mauer gewesen.  Nicht nachvollziehbar, wie Cate Blanchett als Philippa zur Mörderin wurde, wie sie mit der Schuld zurechtkommt (oder besser, mit der Verantwortung, die sie – trotz Ankündigung ihrerseits – letztendlich nicht übernimmt, indem sie den Freitod wählt). Über Giovanni Ribisi als Filippo  erfährt man weiter auch nicht viel, außer dass er ab und zu noch ins Bett macht. Warum spricht er im Gegensatz zu seinen in der Hierarchie weit über ihm stehenden Kollegen und Chefs Englisch? Hat er keine Mutter? Hat er nie Zweifel nur aus Liebe einer Mörderin zu helfen? Etwas bemüht die Schleife vom Anfang, die das Ende erklärt:  Filippo nimmt Helikopterflugstunden am Simulator und der Zuschauer erfährt, dass ein Hubschraubi nicht endlos hochsteigen kann.
Schön die Drehorte: Turin, Montepulciano, Bottrop. Philippa & Filippo find ich als Namen irgendwie albern… 3.