Genau das denke ich immer später zu denken.

Montag, 30. März 2009 16:54

“Ich glaube, jetzt bin ich wirklich erwachsen geworden, und bald bin ich tot.“  Senta Berger im SZ-Magazin.

Alexander Calvelli

Sonntag, 22. März 2009 16:59

‘Häfen, Werften, Schiffe’ heißt die Ausstellung des Kölner Industriemalers in Norddeutschland. Noch bis zum 14. April kann man die Werke von Alexander Calvelli im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven bewundern. Sehr zu empfehlen!

Happy-Go-Lucky

Donnerstag, 05. März 2009 10:14

Mike Leigh. Immer anstrengend und kurz bevor ich aussteigen will, packt er mich dann doch. Karriere-Girls zum Beispiel- eine Qual.  Wo findet man nur diese Schauspielerinnen? Die Story von Happy-Go-Lucky dümpelt erst mal so vor sich hin.  Dann erscheint Scott-’Enraha’, der Fahrlehrer. Man kann ihn kaum ertragen mit seinen rassistischen und satanistischen Anteilen. Klarer Fall von Beruf verfehlt. Und die Mischung cholerischer Fahrlehrer und immerzu kichernde Poppy lässt einen auf die Explosion des Pulverfasses warten. Ist ja dann auch so.  Und das ist das auch die einzige Situation in der Poppy mal nicht lacht.
Gut getroffen auch die Beschreibung der Lebenssituation der kleinsten der drei Schwestern – hochschwanger hat sie ihren Gatten fest im Griff, der wie ein kleiner Junge nach der Playstation giert, sich aber geknickt den Hormonen beugt.
Als die Grundschullehrerin Poppy sich einer ihrer Schüler annimmt, der seine Mitschüler schlägt, wurde mir warm ums Herz: keine Strafmaßnahmen folgen, sondern einfühlsam und kompetent wird dem Jungen gezeigt, dass er angenommen ist und gemeinsam gehen sie der Ursache seiner Wut auf den Grund.
“Bist du hugrig?” “Nur appetitlich.”
“Du kannst nicht die ganze Welt glücklich machen.” “Aber ich kann es versuchen.”
Wirklich, den Optimismus von Poppy hätte ich auch gern. 2+.

Heaven

Sonntag, 01. März 2009 17:46

Nun endlich mal diesen Tom Tykwer gesehen. Schön so ein Festplattenrecorder – so hat man schnell seine eigene immer verfügbare Videothek; es kommen ja DOCH viele gute Sachen im TV! Leider halt zu unterträglichen Uhrzeiten…
Manchmal grüßt im Film Tykwers tolle formale Bildersprache – zum Beispiel wenn der Zuschauer dem Attentat folgt. Die Toskana ist wunderschön. Und ohne diese schönen Bilder und die italienische Sprache wäre der Film für mich noch mauer gewesen.  Nicht nachvollziehbar, wie Cate Blanchett als Philippa zur Mörderin wurde, wie sie mit der Schuld zurechtkommt (oder besser, mit der Verantwortung, die sie – trotz Ankündigung ihrerseits – letztendlich nicht übernimmt, indem sie den Freitod wählt). Über Giovanni Ribisi als Filippo  erfährt man weiter auch nicht viel, außer dass er ab und zu noch ins Bett macht. Warum spricht er im Gegensatz zu seinen in der Hierarchie weit über ihm stehenden Kollegen und Chefs Englisch? Hat er keine Mutter? Hat er nie Zweifel nur aus Liebe einer Mörderin zu helfen? Etwas bemüht die Schleife vom Anfang, die das Ende erklärt:  Filippo nimmt Helikopterflugstunden am Simulator und der Zuschauer erfährt, dass ein Hubschraubi nicht endlos hochsteigen kann.
Schön die Drehorte: Turin, Montepulciano, Bottrop. Philippa & Filippo find ich als Namen irgendwie albern… 3.

Indoor-Spielplätze

Montag, 23. Februar 2009 19:12

Was tun bei Dauerregen? Alle Museen im Umland die man mit Vierjährigen besuchen kann haben wir durch, also auf ins Abenteuer Indoor-Spielplatz. Also… letztendlich war es schön für die Kinder. Anfangs hat sich unser nicht-gerade-leiser Sohnemann doch tatsächlich ob des Lärms die Ohren zugehalten. Nachdem das Terrain erkundet war, ging es los: Trampolin, Hüpfburgen, Softball-Kanonen, Klettergerüste, Bällebad und Rutschen. Anstrengend waren allerdings die (zusätzlich zum nicht gerade günstigen Eintrittspreis) zu bezahlenden Fahrgeschäfte und Süßigkeitenautomaten. Und das Essensangebot war wirklich nix für verantwortungsvolle Versorger: Süßigkeiten en masse, immer schön in Sicht der Kinder und Pommes&Co satt. Warum kann man da nicht auch Obst, gesunde Sandwiches  und Salate anbieten? Für die Erwachsenen war es außerdem zu laut und wuselig und nicht wirklich gemütlich. Dafür waren die Kinder – müdegetobt – früh im Bett. Ach ja, besucht haben wir das Bremer Abenteuerland.

Elefantastisch!

Donnerstag, 19. Februar 2009 12:13

„Die Welt ist elefantastisch, sie ist wunderschön…“ Unsere derzeitige Lieblingssendung – leider in den frühen Morgenstunden des TV-Programms versteckt. Seit Weihnachten allerdings schafft der Festplattenrecorder Abhilfe. So kann mein Vierjähriger nach dem Kindergarten mit dem kleinen Blauen runterkommen und ich hab auch noch ein gutes Gefühl dabei. „Die Sendung mit dem Elefanten“ ist gemeint. Ich finde sie ideal für Dreijährige aufwärts. Und die Elefanten-Sendung läuft jeden Tag (außer am Wochenende) eine halbe Stunde und ist mit ihrem Mix aus Moderatoren, Cartoons (das blaue Rüsseltierchen hat einen niedlichen rosa Hasen an seiner Seite), Bastelideen, Zaubertricks, kleinen Filmchen (z.B. Nulli&Priesemut), Bilderrätseln und Liedern sehr nett gemacht. Anke Lepanke (Anke Engelke) ist regelmäßig und immer interaktiv dabei: sie singt zum Beispiel BiBaButzemann „auf“ Tango, Walzer und Rock`n´Roll und macht anderen Quatsch. Letztens kam sogar eine wirklich gute Spinnenfolge, an der der junge Herr Spaß hatte – im Gegensatz zu seiner Mutter… Im Übrigen sitze ich immer dabei, denn es gibt ja so viel zu fragen, zu kommentieren und zu teilen.
Tipp: „Flimmo“ – der medienpädagogische Ratgeber, der aktuelle Fernsehsendungen nach Kindertauglichkeit einordnet und sie nach Alter geeignet sortiert – liegt in Bibliotheken, Apotheken und Behörden aus.

Phänomenta Bremerhaven

Montag, 16. Februar 2009 10:10

Man muss sich zwar erst mal orientieren wenn man hereinkommt, aber dann erschliesst sich einem die Phänomenta schnell. Viel viel  kleiner und selbstgestrickter als das Universum in Bremen ist sie ideal für Kindergartenkinder. Man kann hier Brückenbauen (eine “echte” zum Darüberlaufen und eine aus schmalen langen Bausteinen), ein Radio mit dem Fahhrad zum Erklingen bringen, optische Täschungen und Spiegel ausprobieren, sich in eine überdimensionale Lochkamera setzen,  den Drehstuhl mit einem Handrad in Gang setzen, Pendel pendeln lassen, ausprobieren welche der verschiedenen Rollstrecken die schnellste ist, sehr viele Puzzle und Würfelspiele spielen, Musik machen und hören… – und die obligatorische Wassersäule zum Kurbeln gibt es natürlich auch. Zwei weitere Attraktionen wurden uns von einem Mitarbeiter angeboten: eine Reise zum Mittelpunkt der Wärme und ein Besuch im Chemielabor (die zweite für 2,50 Euro pro Kind zusätzlich). Also ging es erst einmal in einer rasanten Fahrt mit einem sich rüttelnden und schüttelnden Fahrstuhl inklusive “Sprengungsgeräuschen” in 5000 Meter Tiefe ins Innere der Erde.  Im Dedesdorfer Salzstock unter der Weser wurde die Geothermienutzung erklärt (sehr charmant mit einer batterieschwachen Taschenlampe). Unser Sohn war allerdings etwas irritiert, als wir aus dem Salzstock durch eine Tür tretend – ohne Rückfahrt mit dem Aufzug – plötzlich wieder “oben” waren. Im Chemielabor durften die Kinder dann Centstücke versilbern und  vergolden: mit Laborkittel und Schutzbrille, Salzsäurelösung und Bunsenbrenner.
Und danach ein Fischbrötchen im Schaufenster Fischereihafen.

Botanika & Rhododendronpark Bremen

Samstag, 14. Februar 2009 13:28

Wieder einmal gab es mehr als ich erwartet hatte. Acht Euro pro Erwachsenem, dafür drei selbstausgesuchte Teebeutel und unser 4jähriger hat freien Eintritt. Wir starten im Entdeckerzentrum: es gibt die verschiedenen Verwesungsstadien eines Hasen zu sehen, man kann eine Wolfsspinne und Käfer unter einer Lupe studieren, mit einem Fahrrad Wind erzeugen, den Lauf der Sonne simulieren und wenn man die Photosynthese an der interaktiven Schautafel richtig erklärt, bekommt man zur Belohnung … na? Traubenzucker. Spiralförmig gelangt man in die nächste Etage. Zentrum ist hier das Liegekino, an dessen Decke ein leicht meditativer Film mit Namen “Hummelflug” läuft. Aber auch hier gibt es viele Mitmachstationen: die Grundfarben können gemischt werden, man kann durch eine Facettenaugen-Brille schauen und so erfahren, wie Fliegen sehen. In Sand kann man verschiedene Fußabdrücke herstellen.  Aquarien und große weiche Bausteine als Spielecke sind die letzte Station bevor man in die Welt fliegt.  Eine nachgebaute Flugzeugkabine simuliert die Reise in asiatische Erdteile. Himalaya-Landschaften, Buddhastatuen, Gebetsmühlen mit denen man Mantras zum Himmel schicken kann, ein chinesicher Teepavillon in dem wir unsere Teebeutel aufbrühen können und eine kleine Pause machen, ein Wasserfall, Brücken, Berge, eine Aussichtsplattform und viele schöne Pflanzen. Dann machen wir einen Abstecher in die Sonderausstellung mit tropischen Schmetterlingen, die teilweise recht groß, immer wunderschön und recht “zahm” sind – sie setzen sich auf Köpfe und Kapuzen. Man kann auch Schmetterlingspuppen sehen und an Essstationen schauen, wie die Rüssel arbeiten. Wieder zurück in der Botanika landen wir schliesslich im japanischen Garten: Hauptattraktion sind hier die Kois, die man unter Anleitung  füttern darf. Kois haben keine Zähne, kommen mit dem Kopf richtig aus dem Wasser heraus und schlürfsaugen das Futter aus der Hand. Ein prima Ausflug, besonders an einem nass-kalten Wintertag. Wir sind auch schon gespannt auf den um die Botanika herumliegenden Rhododendronpark, der schon jetzt in der Winterstarre wunderschön aussieht. Im Sommer gibt es dort wohl Schildkröten und der eine von den zwei Spielplätzen hat uns auch sehr gut gefallen.

Schlechte Laune?

Donnerstag, 12. Februar 2009 11:40

Nicht mit mir:  cuteoverload.com!

Even Cowgirls get the Blues

Mittwoch, 11. Februar 2009 11:41

Es war zwar schon 1993 dass ich den Film gesehen habe, aber es ist bisher der einzige aus dem ich vor Ende rausgegegangen bin. Damals war ich 23 Jahre alt.  Ich fand den Film hirnlos und öde. Uma Thurman als Tramperin mit großem Daumen. Kritik dazu (epdfilm 10/94). Lohnt sich also wohl nicht ihn noch mal zu schauen mit 16 Jahren mehr Lebenserfahrung?