Generation 2000+
Montag, 07. Juni 2010Die Mutter: “Wo ist eigentlich deine Taucherbrille?”
Der Herr: “Die ist kaputt.”
Die Mutter: “Ach…”
Der Herr: “Ja, die Gangschaltung geht nicht mehr.”
Die Mutter: “Wo ist eigentlich deine Taucherbrille?”
Der Herr: “Die ist kaputt.”
Die Mutter: “Ach…”
Der Herr: “Ja, die Gangschaltung geht nicht mehr.”
“Wenn es keine Bäume mehr gibt, gibt es keine Luft mehr.” erklärt mir der junge Herr.
“Das stimmt.” sagt die holde Mama.
Der Herr: “Und dann können die Menschen nicht mehr atmen und sterben.”
“Ja.” (*schluck*) sagt die werte Frau Mutter.
“Aber wenn der Baum rausgerissen ist, kann man toll Regenwürmer finden!” strahlt der junge Herr.
Der Herr guckt jetzt nicht nur “links” und “rechts”, wenn er an eine Straße kommt, sondern auch “am Abgrund” (zwischen den Beinen nach hinten geschaut). Eindeutig zuviel “Findet Nemo” geguckt.
Versuch einer Interpretation des im Kindergarten bemalten Ostereis von Seiten des werten Herrn Papa: “Oh, schön, das ist ein Häschen und ein Küken auf einer Wiese, stimmt’s?” Der Herr: “Nein! Das sind Punkte und Striche! Hast du deine Brille nicht auf??”
Dialog mit einem Fünfjährigen:
“Wenn man stirbt geht die Seele in den Himmel. Wenn man tot ist hat man dann auch noch Geburtstag?”
“Nein.”
“Ist ja auch blöd – dann kann man ja auch nicht mehr feiern.”
Die Lieblingsspeise des jungen Herrn ist Schokoladenpudding. Außerdem zeigt selbiger viel Interesse an den Vorgängen zur Verdauung im Körper. Heute sprach’s aus ihm: “In meinem Magen ist vorne eine Tüte und wenn ich Schokoladenpudding esse geht die Tüte auf und da kommt der Schokoladenpudding rein. Der will nämlich bei mir bleiben und nicht als Kacka wieder rauskommen!”
Immer wenn ein tiefergelegtes Auto an uns vorbeifährt, sagt der junge Herr irgendwas mit ‘dicker Auspuff’ und ‘Rennwagen’. Ich sage dann immer etwas verächtlich: das ist ein Angeber-Auto.
Gestern dann verkündet der junge Herr rollenspielmäßig mit stolzgeschwellter Brust: “Ich bin ein rotes Angeber-Auto!”
Ich hätte vielleicht dazu sagen sollen, dass ich solche Autos nicht mag. Aber ob’s was genutzt hätte?
“Wo hast du den Schnupfen schon wieder her?”
“Den hab ich gekauft!”
“Mama, ich fühl mich ein bisschen krank.”
“Wo denn?”
“Überall!”
“Und was könnte man dagegen tun?”
“Sofort Fernsehen gucken!”
Was tun bei Dauerregen? Alle Museen im Umland die man mit Vierjährigen besuchen kann haben wir durch, also auf ins Abenteuer Indoor-Spielplatz. Also… letztendlich war es schön für die Kinder. Anfangs hat sich unser nicht-gerade-leiser Sohnemann doch tatsächlich ob des Lärms die Ohren zugehalten. Nachdem das Terrain erkundet war, ging es los: Trampolin, Hüpfburgen, Softball-Kanonen, Klettergerüste, Bällebad und Rutschen. Anstrengend waren allerdings die (zusätzlich zum nicht gerade günstigen Eintrittspreis) zu bezahlenden Fahrgeschäfte und Süßigkeitenautomaten. Und das Essensangebot war wirklich nix für verantwortungsvolle Versorger: Süßigkeiten en masse, immer schön in Sicht der Kinder und Pommes&Co satt. Warum kann man da nicht auch Obst, gesunde Sandwiches und Salate anbieten? Für die Erwachsenen war es außerdem zu laut und wuselig und nicht wirklich gemütlich. Dafür waren die Kinder – müdegetobt – früh im Bett. Ach ja, besucht haben wir das Bremer Abenteuerland.